Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) & Akupunktur

Schmerzen stellen subjektive Empfindungen dar, die auf erhöhte Belastungen Fehlfunktionen, Fehlhaltungen auf somatische (körperliche), aber auch auf psychische Erkrankungen hinweisen.

TCM

  • Traditionelle Chinesische Medizin
  • Akupunktur
  • Manuelle Medizin
  • Blutegeltherapie
  • Neuraltherapie

Akupunktur in der Schmerztherapie

Schmerzen stellen subjektive Empfindungen dar, die auf erhöhte Belastungen Fehlfunktionen, Fehlhaltungen auf somatische (körperliche), aber auch auf psychische Erkrankungen hinweisen.

Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin wird als Schmerzursache vor allem ein gestörter energetischer Zustand gesehen, eine Zirkulationsstörung von Qi (Energie) und Blut. Die sogenannte Dysbalance von Yin und Yang.

Akute Schmerzen gehören zum Yang. Es sind oft Füllesymptome, die vorwiegend durch äussere Faktoren (Traumata, einschliesslich Fehlhaltungen, Entzündungen, klimatische Einflüsse, Fehlernährung usw.) verursacht werden.

Chronische Schmerzen sind dagegen Yin- und Leeresymptome die man häufig bei Organerkrankungen oder chronischen Fehlfunktionen findet.

Bei dem Symptom „Schmerz“ sollte zuallererst die Ursache im Sinne moderner, wissenschaftlicher Kriterien eruiert und entschieden werden, ob die Traditionell Chinesische Medizin mit ihrer verschiedenen Möglichkeiten als Therapie indiziert ist.

Dann erfolgt die Beurteilung der Schmerzsyndrome und alle assoziierten Beschwerden nach den diagnostischen Kriterien der TCM.

Zu deren Feststellung sind wichtig:

  1. Ausführliche Anamnese; Auslösung, Entwicklung, Modalitäten der Verschlimmerung, zusätzliche Symptome, Schmerzregion und maximale Schmerzpunkte.
  2. Exakte Untersuchung mit Inspektion und Palpation der gestörten Segmente sowie auffällige Alarm- und Zustimmungspunkte der Meridiandiagnostik.
  3. Ergänzend dazu kommt die Pulsdiagnose um eine anschliessende Therapieschiene zu bestimmen.

Die TCM kennt 8 diagnostische Hauptkriterien, nach denen Schmerzkrankheiten beschrieben werden:

  • Yin / Yang
  • Innen / Aussen
  • Leere / Fülle
  • Kälte / Hitze

Weiterhin wird der Schmerz nach der Elementenlehre (Wandlungsphase) dem gestörten Element bzw. dem gestörten Funktionenkreislauf zugeordnet.

So zum Beispiel gehören die Muskeln und Sehnen zur Leber und das Bindegewebe zur Milz.

Bei chronischen Erkrankungen empfiehlt es sich zusätzlich, das primär gestörte Element bzw. den konstitutionellen Schwachpunkt herauszufinden und zur direkten Therapie zu verwenden, z.B. über die emotionalen Schwachstellen.

So wird bei Zorn die Leber behandelt, bei häufigem Grübeln die Milz und Pankreas und bei Traurigkeit die Lunge.

Entsprechend werden nach der Pulsdiagnose so die zu behandelnden Akupunkturpunkte bestimmt und behandelt.

Wirkungskreis der Akupunktur in der Therapie

Bewegungsapparat

  • Arthrose, Arthritis, Gicht
  • Sportverletzungen
  • Zervicalsyndrom
  • Thorakalsyndrom
  • Schulter-Arm-Syndrom
  • "Frozen Shoulder"
  • Epicondylitis / Tennisellenbogen
  • Hand- und Handgelenksschmerzen
  • Lumbalsyndrom
  • Hüftgelenksschmerzen
  • Sprunggelenksschmerzen und Achillodynie ( Achillessehne)
  • Schmerzlinderung im Bereich des rheumatischen Formenkreises
  • Postoperative Schmerzen

Nervensystem und Psychische Störungen

  • Kopfschmerz und Migräne
  • Trigeminusneuralgie
  • Interkostalneuralgie
  • Facialisparese
  • Hemiparese / periphere Neuropathien
  • Tremor / Schlafstörungen
  • Restless legs
  • Depressive Verstimmungen
  • Vegetative Dystonie
  • Morbus Menière
  • Phantomschmerzen

Haut

  • Herpes Zoster, Postzosterneuralgie
  • Urticaria

Magen-Darm Erkrankungen

  • Colon Irritabile
  • Obstipation
  • Diarrhoe

Eigenblutbehandlung (ACP)

Eigenblutprodukte finden bei zahlreichen orthopädischen Behandlungen zunehmendes Interesse.

Wirkungsweise:

Bei der ACP-Therapie wird körpereigenes thrombozytenreiches Plasma in das Gelenk gespritzt.

Thrombozyten oder Blutplättchen (siehe Bild unten) sind die kleinsten Zellen im Blut und spielen eine wichtige Rolle in der Blutgerinnung und beinhalten wichtige Wachstumshormone.

Die Wirkung der ACP-Therapie beruht auf dem Freisetzen von Wachstumsfaktoren aus den Thrombozyten und einer Stimulierung der Monozyten, die das schützende Immunprotein IL–1Ra bilden, das im Körper von Arthrosepatienten in zu geringer Menge vorhanden ist.

Mit Hilfe eines physikalischen Prozesses in der Zentrifuge werden aus dem eigenen Blut des Patienten die notwendigen Schutzproteine gebildet und diese dann direkt an den Krankheitsherd, d.h. in das betroffene Gelenk gespritzt.

Der im körpereigenen Serum angereicherte Rezeptorblocker verdrängt die schädigenden Immunstoffe, bremst deren Wirkung und stellt somit das natürliche Gleichgewicht der Immunstoffe im Körper wieder her.

So kann der krankhafte Prozess der Knorpelzerstörung aufgehalten werden. Diese Wachstumshormone leiten am Ort der Injektion Selbstheilungs- und Regenerationsprozesse ein, in dem:

  • verschiedene Zelltypen (Stammzellen, Chondrozyten, Osteoblasten) aktiviert werden.
  • die Produktion von Kollagen und Proteoglykanen (Grundbaustoffe des Knorpels) moduliert und verbessert wird.

Vorgehensweise:

Zunächst wird dem Patient Blut abgenommen und dieses zentrifugiert.

Das ACP lässt sich sehr einfach in einem geschlossenen sterilen System herstellen.

Die Spritze mit dem ACP kann dann direkt in das betroffene Gelenk injiziert werden.

Es hat sich bewährt eine Sequenz mit wöchentlichen intraartikulären Injektionen 3x hintereinander durch zu führen, um eine Schmerzlinderung zu erreichen.

Anwendungsgebiete:

  • nach Knorpeloperationen wie Microfracturing, Mosaikplastik oder Autologer Chondrozyten Transplantation (ACT)
  • nach Operationen an Sehnen oder Bändern wie nach Kreuzband-, Achillessehnen- oder Rotatorenmanschettenverletzungen
  • Knorpelschädigungen Grad 1-3 Kniegelenk
  • frische Muskelfaserrisse, Meniskusverletzungen und Sehnenverletzungen
  • Rupturen und Teilrupturen von Bändern wie z.B. am Außenband vom Sprunggelenk
  • chronische Sehnenentzündungen (Tennisellbogen, Achillessehne, Fersensporn)

Vorteile der ACP-Therapie auf einen Blick

  • Nutzung der körpereigenen Regenerationskräfte

  • Empfohlen bei leichten bis mittleren Arthrosen und Sehnenschmerzen

  • Konzentration der Wachstumsfaktoren aus dem Blut

  • Keine Nebenwirkungen, da körpereigenes Material verwendet wird, um den Heilungsmechanismus anzuregen
  • 
Sicheres Verfahren durch Spezialspritze

Stosswellentherapie

Seit Anfang der 1980er Jahre werden Stosswellen in der Medizin eingesetzt. Ursprünglich als Nierensteinzertrümmerer eingesetzt, wurden die Anwendungsgebiete rasch ausgebaut. Heute ist die Stosswellentherapie in der konservativen Behandlung von vielen Sportverletzungen kaum mehr wegzudenken.

Die kurzen, energiereichen Impulse der Stosswellentherapie können lokal die Durchblutung verbesseren und den Stoffwechsel erhöhen. So können Schmerzen reduziert und die Regeneration gefördert werden. Langjährige Erfahungen belegen, dass krankhafte Veränderungen an Sehnen und Bändern sowie der Muskulatur gezielt angegangen werden können. Die Behandlung mit der Stosswellentherapie ist weitgehend risiko- und nebenwirkungsfrei.

In der Sportmedizin und der Sportorthopädie hat die Stosswellentherapie einen fixen Stellenwert zur konservativen Behandlung von:

  • Achillessehnenentzündung und Fersenschmerzen
  • Tennis- und Golferellbogen
  • Patellaspitzen-Syndrom und shin-splint
  • chronischen Muskelverhärtungen

Je nach Schweregrad und Krankheitsbild sind 2-5 Sitzungen im Abstand von 7-10 Tagen nötig. Die Behandlung dauert pro Sitzung 5-10 Minuten. Die Schmerzen werden bei den modernen Geräten meist gut toleriert.

Trotz grosser Studien, welche die Wirkung der Stosswellentherapie belegen, ist die Behandlung keine kassenpflichtige Leistung. Viele Zusatzversicherungen leisten jedoch immer häufiger einen Beitrag zu den Kosten, die wir jedoch direkt Ihnen als Patient in Rechnung stellen.